21. Juli 2015
Rat der Weisen
Im Himmel
70569 Stuttgart


Griechische Tragödie und europäisches Desaster - der Weg aus der Krise


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Krisen, die uns in scheinbar unlösbare Patt-Situationen führen und offensichtlich als geringeres Übel nur faule Kompromisse ermöglichen, sind sehr heilsam und sollen uns zum Weiterdenken und Weitersuchen veranlassen, bis auf einer elementareren Ebene der wahre Auslöser der Krise und ein überzeugender Lösungsansatz gefunden sind. Die geistige Tradition aus Ost und West, die wir vertreten, unterstützt uns bei dieser Ursachenforschung mit folgenden weiter leitenden Hinweisen:

1. Die Parabel über die anscheinend unbesiegbare Schlange Hydra aus der griechischen Mythologie

Dieser Schlange sind, wenn ihr einer ihrer vielen Köpfe abgeschlagen waren, immer zwei neue nachgewachsen, bis es dem Helden Herakles gelang, alle Wurzelstümpfe auszubrennen.

Solange man also nur Sekundärprobleme behandelt, vermehren sich diese exponentiell, bis das zugrunde liegende primäre Hauptproblem erkannt und überzeugend gelöst ist.

2. Immanuel Kant, unser großer Vordenker, hat ein elementares menschliches Hauptproblem entdeckt:

"Der Mensch muss sich in die Natur schicken lassen, aber er will, dass sie sich an ihn schicken soll.“

Bereits vor ca. 2000 Jahren hatte sich der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel entsprechend geäußert: "Das Grundprinzip des menschlichen Handelns kann kein anderes sein als, lebe der Natur gemäß“.

Vor über 200 Jahren wurde diese Idee von der „Aufklärung" neu formuliert mit: "Zurück in die Ordnung der Natur“. Rousseau wollte seinen „Emile“ naturgemäß ohne negative zivilisatorische Fremdeinflüsse aufwachsen lassen, weil der Mensch von Natur aus gut, aber durch die „deprivierte“ Gesellschaft verdorben sei.

Diese Rufe sind ungehört verhallt, im Gegenteil: Die fundamentale Diskrepanz zwischen „Dein Wille und unser Wille geschehe“, hat in der Gegenwart extreme Ausmaße in allen Lebensbereichen angenommen: Wir betrachten unsere Erde als Objekt unserer meist sehr kurzsichtigen und egoistischen Zielsetzungen. Tiefpunkte: Klimawandel und chinesische Großstädte, die im Dauersmog versinken, wir spalten Atome, die in der Lage sind, in der Hand Weniger, alles Leben auf unserer Erde auszulöschen und wir verändern die Grundlage allen Lebens, den genetischen Code nach unseren vordergründigen Bedürfnissen.

Das Resultat: In unserer „Man-Made Order“, die das Naturprinzip „Einheit in der Vielfalt“ nicht realisieren kann, laufen die gesellschaftlichen Prozesse immer mehr außer Kontrolle bis hin zu chaotischen Abläufen. Kriege, Terrorismus, Flüchtlingselend etc., auch die Europa-und die Finanz-Krisen sind die logische, „natürliche“ Konsequenz dieser Fehlleistung. Ca. 27 Millionen Arbeitslose in der Gemeinschaft und immense Schuldenberge, die mit konventionellen Mitteln nicht mehr abgebaut werden können, sind ein deutliches Warnsignal, dass Grundsätzliches nicht in Ordnung ist.

3. Die Vedischen Meister Indiens haben bereits lange vor der Zeitenwende entdeckt, dass unser innerstes Selbst Teil und Ausdruck der kosmischen Grundordnung ist und dort in der tiefen Stille unseres Bewusstseins mit den Meditations-Techniken des Yoga (Vereinigung), Teil der Veden (Veda), kontaktiert und mit fortschreitender Praxis eine zunehmende Integration in diese kosmische Grundordnung erfolgen kann mit der Folge, dass Mensch und Gesellschaft wieder Teil des allumfassenden Gesamtsystems Natur werden können. Deren perfektes Master-Management steht uns dadurch zunehmend für unser Denken und Handeln zur Verfügung.

Damit könne ein grundlegender Irrtum in der menschlichen Evolution wieder korrigiert werden: Der fehlgeleitete menschliche Intellekt, der unmerklich und sukzessiv zunehmend die Realität falsch eingeschätzt und daraus unrichtige Schlüsse gezogen hat, hat ganz allmählich zum Aufbau einer menschlichen Parallelordnung geführt, der immer unvollkommener der Rückbezug in die perfekte natürliche Ordnung gelingt. Diese Fehlentwicklung wurde wesentlich noch verschärft durch die aus scheinbarer menschlicher Macht-Vollkommenheit getroffenen Fehlentscheidungen, bereits im Altertum gebrandmarkt als menschliche „Hybris“.

So ist u. a. die kontroverse Situation entstanden, dass unser Körper mit seinen ca. 100 Billionen Zellen über unser vegetatives Nervensystem noch unmittelbar in die natürliche Ordnung eingebunden ist, während Geist und Intellekt andere Wege gehen, die meist inkompatibel zueinander sind und deshalb negative Reaktionen auslösen.

Maharishi Mahesh Yogi, der Erneuerer des alten Vedischen Wissens, hat der Gegenwart dieses Wissen und seine Techniken zur Umsetzung in das tägliche Leben - insbesondere die Transzendentale Meditation (TM) - wieder vermittelt.

Nach entbehrungsreichen Erfahrungen in der Fremde, nämlich der von uns zunehmend aufgebauten eigenen Ordnung, kann „der verlorene Sohn“, wieder in seine angestammte Heimat, die kosmische Ordnung, zurückkehren, sofern sein freier Wille, der Ihn auch dort herausgeführt hat, diese Option wahrnimmt. Damit steht ihm das allumfassende Master-Management der Natur als ein perfekter Partner wieder für sein Denken und Handeln mehr und mehr zur Verfügung.

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die insbesondere über die Technik der Transzendentalen Meditation (TM) durchgeführt wurden, bestätigen die Wirksamkeit dieser Techniken. Dabei ist insbesondere auffallend die hohe leistungssteigernde Geordnetheit der Gehirnaktivitäten während der Meditation und mit zunehmender Praxis auch außerhalb, die auf einen engen Kontakt zu diesem Ordnungsbereich hinweisen. Diese hohe Geordnetheit ist im Übrigen auch symptomatisch für außergewöhnliche Spitzenleistungen in allen Lebensbereichen, wissenschaftlich z. B. untersucht im Bereich Management und Sport.

Geniale Menschen - wie unsere Komponisten, Künstler, Erfinder und Entdecker - waren schon zu allen Zeiten in der Lage, spontan und mehr oder weniger sporadisch diesen elementaren Grundzustand voll unendlicher kreativer Intelligenz sogar während ihrer Aktivität zu realisieren. Dies ist heute jedermann, zunächst während der Meditation mit einer in diesen Bereich transzendierenden geistigen Technik ganz systematisch und mit jederzeit reproduzierbarem Erfolg möglich, abhängig im Einzelfall vom jeweils bisher erreichten Bewusstseinszustand.

Die volle Integration in die kosmische Grundordnung, die Einheit aus der sich die Vielfalt gemäß den Naturgesetzen entfaltet, ist erreicht, wenn dieser Grundzustand während der gesamten Zeit des Wachzustandes aufrecht erhalten bleibt. Die moderne Quantenphysik beschreibt heute diesen Grundzustand aller physikalischen Systeme und Kräfte als „Einheitliches Feld“, identisch mit dem „Reich Gottes“ in religiöser Terminologie.

Der hohe Wirkungsgrad des Master-Managements der Natur und seiner Ordnungsprinzipien, der Naturgesetze, die die Maxime „Einheit in der Vielfalt“ in das Gesamtsystem konsequent umsetzen, kommt auch darin besonders zum Ausdruck, dass Fortgeschrittenen-Techniken in größeren Gruppen ausgeübt, positive gesellschafts-relevante Wirkungen auslösen und deshalb gezielt eingesetzt werden können, um naturwidrige gesellschaftliche Fehlentwicklungen auszugleichen.

Die UNO hat vor kurzem den 21. Juni zum „Internationalen Tag des Yoga“ erklärt und die Indische Regierung zur Umsetzung dieser Idee in den politischen Alltag ein Ministerium für Ayurveda und Yoga eingerichtet. Premier Modi, wie auch sein japanischer Kollege Abe und dessen Vorgänger Hatoyama, Brasiliens Präsidentin Rousseff, Kolumbiens Präsident Santos und Mozambique’s Ex-Präsident Chissano praktizieren seit langem die TM-Technik. Bereits eine Reihe von Ländern hat entsprechende Programme im Bildungswesen und bei „at-risk-people“ eingeführt bzw. finanziell gefördert; Mozambique und Ecuador sogar im Bereich ihrer Streitkräfte. Selbst Präsident Putin hat nach einem Gespräch mit Premier Modi die Absicht geäußert, Yoga zu lernen.

Die Realisierung des Master-Managements der Natur wird rasch die bei uns durch eine weitgehende Ratlosigkeit eingetretene lähmende Lethargie auflösen und eine dynamische Neugestaltung unseres Vereinten Europas in Frieden, Freiheit und voller Menschenwürde im Einklang mit allen Naturgesetzen und deshalb ohne negative Nebenwirkungen einleiten.

So kann die Vision der Aufklärung: „Zurück in die Ordnung der Natur“ Leitmotiv einer neuen Zeitperiode werden. Dann wird auch unseres „Rats-Mitgliedes Platon“ utopische Aussage in „Der Staat“ Realität: „Eine Demokratie also entsteht, denke ich, wenn die Armen den Sieg davon tragen.“ Das sind zum einen diejenigen, die materiell keine Reichtümer angesammelt haben, aber insbesondere die im Geiste Armen, die in der Stille ihres Bewusstseins, frei von gedanklichen Inhalten, dieTransformation in die natürliche Ordnung realisieren. Dies ist dann wirklich der Beginn eines „Neuen Zeitalters“.

Mit himmlischen Grüßen

Ihr Ihnen sehr verbundener
„Rat der Weisen“