7. Februar 2017
An:
Multiplikatoren in Wirtschaft und Gesellschaft

Von:
Bürgerinitiative Advice from the Wise

Die existenzielle Herausforderung: Neuer Konsens in unserer Gesellschaft


Sehr geehrte Damen und Herren,

die öffentliche Meinungsbildung ist immer stärker geprägt von ideologisch motivierten Gegensätzen, die zunehmend emotionaler und aggressiver ausgetragen werden, damit immer weniger Raum für sachbezogene Kompromisse zulassen.

Besonders bedenklich ist, dass es sich bei dieser zentrifugalen Entwicklung um ein länderübergreifendes Phänomen handelt. Auch die EU ist – siehe Brexit – von divergierenden Auflösungserscheinungen bedroht und ganz aktuell durch den “Trump-Effekt“ auch die U.S.A. und das Transatlantische Bündnis.

Befeuert wird diese Diskrepanz in den kommenden Jahren noch durch die sozialen Auswirkungen der die Arbeitswelt revolutionierenden Automatisierung und Digitalisierung.

Insgesamt lässt die aufgezeigte Situation eine sehr instabile, krisengefährdete politische und wirtschaftliche Entwicklung befürchten, die immer weniger vorhersehbar sein wird und höchste Ansprüche an kostenaufwändige Improvisation und ad hoc-Entscheidungen stellen wird.

Nachstehendes Thesen-Papier kommt zu dem Ergebnis, dass durch die Wiederbelebung unserer geistigen Tradition die Gegensätze überwunden und aus einem ausgleichenden, stabilen Balance-Zustand heraus neue Kraftfelder für einen nachhaltigen und langfristigen Aufschwung gewonnen werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Günther Hermann

Sprecher Bürgerinitiative
"Advice from the Wise"



25-THESEN-PAPIER
7. Februar 2017

  • Das Konfliktpotenzial in unserer Gesellschaft wächst ständig, ohne dass überzeugende Lösungsansätze in Sicht sind. Flüchtlings-Politik, Öffnung der Schere Arm – Reich, Euro- Krise sind nur einige Beispiele. Dabei wird die Auseinandersetzung zunehmend diffuser und unergiebiger, nimmt immer extremere Formen an, sichtbar an den zunehmenden Verbalinjurien in den sozialen Medien.

  • Eckwerte einer neuen, von der Allgemeinheit akzeptierten gesellschaftlichen Grundordnung sind jedoch nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die alten Ordnungsstrukturen – ein Grundkonsens an Werten und Verhaltensweisen – befinden sich in einem immer weniger beeinflussbaren, unkontrollierten Auflösungsprozess. Der bisher allgemein gültigen, traditionell von abendländischem Denken geprägten Gesellschaftsordnung wird eine multikulturelle entgegengesetzt und spaltet unsere Gesellschaft.

  • Zunehmend abhanden kommende Konsensfähigkeit verbunden mit einem nachhaltigen Ordnungsverlust in allen Gesellschaftsbereichen ist deshalb ein elementares Grundproblem unserer Gesellschaft geworden.

  • Vorrangiges Ziel muss es sein, dieser immer chaotischer anmutenden Negativentwicklung mit immer mehr auseinander strebenden Zielsetzungen einzelner Gesellschaftsgruppen und damit einher gehendem innerem Ordnungsverlust entgegenzuwirken.

  • Konsensfähigkeit setzt deshalb das Gegenteil von Chaos, nämlich einen gewissen inneren Ordnungszustand gesellschaftlicher Prozesse und damit deren Akteure und ihrer Handlungsweise voraus, um einen für den Erfolg erforderlichen „frictionless flow“ und Synergieeffekte zu erzielen. Ist also abhängig vom Grad der Geordnetheit – Kohärenz – der Menschen dieser Gesellschaft. Wenn nicht mehr vorhanden, breitet sich Unordnung, Negativität und damit Frust, Ineffizienz und Misserfolg aus.

  • Die Ordnungs-Skala zwischen kohärentem und heterogenem, konträrem Denken, Fühlen und Handeln der Mitglieder einer Gesellschaft reicht – von einheitlichem Wertebewusstsein, getragen von hohem allgemeinen Selbstbewusstsein und Glauben an den eigenen Erfolg, verbunden mit Dynamik und Aufbruchstimmung – über Selbstzufriedenheit, Genusssucht, Dekadenzsymptome mit nachlassendem Gestaltungsdrang – bis zu Selbstzweifeln, Streitsucht, Negieren, Spaltung, Gewaltanwendung (Kriminalität, Terror, Krieg). Die Gesellschaft ist zerstritten, beschimpft sich gegenseitig, stellt sich selbst in Frage und zeigt Auflösungs-Symptome.

  • Diese Zustände drücken sich ganz konkret im messbaren Ordnungsgrad der Gehirnwellen eines großen Teils der Mitglieder der Gesellschaft aus. Denn äußere und innere Ordnung entsprechen sich gegenseitig. Daher setzt angestrebte äußere Ordnung einen entsprechenden kohärenten inneren Ordnungszustand einer Gesellschaft voraus, um überhaupt konsensfähig zu sein.

  • Es muss deshalb eine solche Gegenstrategie einsetzen, dass deren Maßnahmen gesellschafts-relevant kohärente Gehirnwellen – total brain Integration – herbeiführen. Das Ziel ist daher: “Konsens durch Kohärenz“.

  • Es gibt jedoch keine von menschlicher Intelligenz und Willen zuverlässig gesteuerten Systeme, dies nachhaltig zu bewirken.

  • Sind wir deshalb zufälligem Geschehen ausgeliefert? Sehr unwahrscheinlich, denn der gesamte Makro-und Mikrokosmos unseres Universums wird von unendlicher Intelligenz und Ordnung gesteuert. Und nur unsere Man-Made-Order, die sich immer mehr von der Natur ab und sogar gegen sie gewendet und sich dadurch zu einer Parallelgesellschaft entwickelt hat, weist dieses Phänomen einer immer weniger steuerbaren Unordnung bis hin zu chaotischen Zuständen auf.

  • Nur ein systematischer Rückbezug der Menschen in die hohe Geordnetheit natürlicher Systeme kann deshalb eine solche Entwicklung umkehren. Denn nur die Natur ist in der Lage, durch die ihr zugrundeliegende perfekte Ordnung die unendliche Vielfalt des Universums in einem stabilen, bis ins letzte Detail strukturierten Ordnungszustand, einem optimalen Balance-Zustand, aufrecht zu halten.

  • In menschlichen Systemen, die einen gewissen Grad an Vielfalt überschreiten, geht offensichtlich deren Ordnungskraft verloren. Dieser Ordnungsverlust wird dann häufig durch Zwang auszugleichen versucht, bis hin zu einer Diktatur, mit den hinlänglich bekannten Folgen. Trotz dieser Risiken verlangt ein natürliches menschliches Grundbedürfnis Sicherheit und Ordnung und ist im Zweifel bereit, dafür auf an sich bereichernde Vielfalt zu verzichten.

  • Dem steht aber als unlösbares Problem die explodierende Vielfalt durch Globalisierung und moderne Kommunikation gegenüber. Diese Pattsituation kann nur ein effizienter Rückbezug in die natürliche Ordnung auflösen, wie dies zuletzt die “Aufklärung“ vehement gefordert hatte.
    Rousseau: „Die Natur soll als regulierendes Ordnungssystem dienen.“
    Kant: Der Mensch muss „in den Kräften der Natur zureichend gegründet sein“.
    Goethe (Vermächtnis): „Sofort nun wende dich nach innen, das Zentrum findest du da drinnen, woran kein Edler zweifeln mag. Wirst keine Regel da vermissen.“

  • Aber wie ist ein solcher Rückbezug der Menschen unserer Gesellschaft in die natürliche Ordnung überhaupt und mit praxistauglicher Breitenwirkung möglich? – Der von der „Aufklärung“ geforderte Einsatz menschlicher Vernunft war leider nur ein weitgehend singuläres Phänomen geblieben.

  • Aus dem zeitlosen Yoga – Teil der Veden, den ältesten Aufzeichnungen der Menschheitsgeschichte über die kosmische Ordnung – stammt eine einfache, inzwischen umfassend wissenschaftlich bestätigte Technik, die diese Transformation bewirken kann: Transzendentale Meditation (TM), die Maharishi Mahesh Yogi wieder weltweit einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt hat.

  • Diese ist leicht zu erlernen und mit 2x täglich 15 - 20 Minuten problemlos in die Tagesroutine einzufügen, heute weltweit von über 6 Millionen Menschen praktiziert.

  • Ihr Ziel: In einem Zustand tiefer Entspannung von Geist und Körper den Bereich unserer Gedanken überschreiten – aus dem Bereich der Begrenzungen in das Grenzenlose transzendieren, aus dem heraus sich die Vielfalt der Schöpfung entfaltet.

  • Durch regelmäßige Praxis dieses Identifikations-Prozesses ergibt sich die fortschreitende Integration in die natürliche Ordnung, diesem Zustand der allem zugrunde liegenden perfekten Einheit (Zustand von Yoga), der zunehmend auch während der Tagesroutine aufrecht erhalten bleibt. Und damit auch dessen ebenso perfekte Kohärenz.

  • Das Grundprinzip des neuen ökologischen Zeitalters in einer NATURE INTEGRATED SOCIETY lautet: Fest gegründet in der Einheit dynamisch und erfolgreich handeln und damit gleichzeitig zum allgemeinen Nutzen in einer NATURE INTEGRATED SOCIETY beitragen.

  • Muss deshalb die Mehrheit einer Gesellschaft meditieren? Ein Naturprinzip unterstützt uns dabei: Schon Ordnung in einem kleinen Teil der Gesellschaft beseitigt eine kollektive Unordnung. Durch wissenschaftliche Untersuchungen wurde festgestellt, dass die relevante Größe bei 1% einer Bevölkerung liegt, die eine Umstimmung in Gang setzt, bzw. die Wurzel aus 1% bei gemeinsamer Ausübung eines Fortgeschrittenen-Programms in einer Kohärenzgruppe mit z. B. 900 Teilnehmern für ganz Deutschland.

  • Die Maxime unseres Themas “Konsens durch Kohärenz“ bedeutet vor allem “Frieden schließen“ – innerhalb der Gesellschaft, wie auch nach außen – und auf der Basis der Naturgesetze gemeinsame Werte finden, die Grundlage ganzheitlichen Handelns und Gestaltens sind, wo dann das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile.

  • Der Friedensnobelpreis-Träger 2016 Juan Manuel Santos praktiziert schon seit mehreren Jahren die TM-Technik, wie auch vielfach gesamte Schulen und soziale Einrichtungen seines Landes und war deshalb nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg in der Lage, in seinem Land durch einen gewissen erreichten kohärenten Grundzustand Frieden zu schaffen.

  • Das Yoga Sutra 2,35 bestätigt diese Aussage: „In der Nähe von Yoga verschwinden feindliche Tendenzen. Und der Rig Veda 10,191: „In der Einheit liegt die Stärke einer Gemeinschaft, trotz der Vielfalt ihrer Wünsche sind ihre Gemüter vereinigt.“

  • Dieser kohärente Grundzustand einer "Idealen Gesellschaft" – nach außen offen, nach innen lebendig gelebte, strukturierte Vielfalt – ist in einem Veränderungsprozess Schritt für Schritt realisierbar und kehrt damit diese immer apokalyptischer anmutende Abwärtsspirale, in die wir geraten sind, wieder in eine Aufwärtsspirale um.

  • Denn nun ist die Natur unser mächtiger und perfekter Partner geworden, dessen Master-Management uns künftig in zunehmender Weise zur Verfügung steht und damit optimales Denken und Handeln in allen Bereichen unserer Gesellschaft ermöglichen wird. Integriert in die Ordnung der Naturgesetze und deren gesetzmäßigen Abläufe werden "chaotische Zufälle" abnehmen und künftige Entwicklungen überschaubarer, ihre Trends planerisch berechenbarer.

    Weitere Einzelheiten dazu unter 7. und 9. Brief mit der Forderung einer
    NATURE INTEGRATED SOCIETY.